Gewinnspiel
Wir haben für Sie eine interessante Leseprobe aus unserem Buchtitel "Der Fluch der Delaneys" zusammengestellt. Spannung pur ... und beantworten Sie uns im Anschluss daran unsere Gewinnfrage.
Unter allen Einsendungen verlosen wir wöchentlich drei x Der Fluch der Delaneys!
Trotz der wärmenden Sonne zogen es Ann und Walter Cummings vor, den Spaziergang zu beenden und in den Salon zurückzukehren. In etwa einer Stunde würde Martha ihre Unterkunft verlassen, um das gemeinsame Mittagessen vorzubereiten. Ann bat ihren Vater, der gutmütigen Köchin ihre schaurige, leider den Tatsachen entsprechende Beobachtung schonend mitzuteilen. Der Landarzt war sich sehr wohl der Notwendigkeit bewusst, der langjährigen Hausangestellten von der aufgezogenen Todesfahne zu berichten. Vielleicht würde das unter Umständen sogar dazu führen, Martha doch noch zu einem Umzug in den Salon bewegen zu können.
Der Salon stellte zurzeit wirklich den sichersten Ort auf dem Anwesen dar. Beide Zugangstüren konnten zweifach gesichert werden und bestanden aus zentimeterdickem Holz der Hainbuche. Walter Cummings war sich im Klaren, dass dies den ohnehin vor Kraft strotzenden vormaligen James Colton in seiner dem Wahn geschuldeten Identität als Sir Henry nicht aufhalten würde. Zu welcher Kraftleistung er in seiner aus abgrundtiefer Bosheit und Machtgier resultierenden Besessenheit fähig war, bewies sein nächtlicher Einzug in seine alten Räumlichkeiten im zweiten Stock, als er binnen weniger Stunden einen mannshohen Durchgang aus dieser meterdicken Kalksteinmauer herausschlug. Wie könnte ihn dann eine Holztür aufhalten? Die Möglichkeiten der Gegenwehr waren sehr begrenzt, da sich weder die vor einigen Tagen gefundenen Schusswaffen noch eine der Äxte im Besitz der im Salon verweilenden Gäste befand. Außer zwei eisernen Schürhaken und einigen größeren Holzscheiten für das Kaminfeuer im Salon stand ihnen absolut nichts für ihre Verteidigung zur Verfügung.
Walter Cummings beobachtete seine Tochter, die gedankenverloren in einem Sessel sitzend vor sich hinstarrte. Ob sie sich wohl schon ausmalte, wie ihr Tod aussehen würde?
Er nahm neben seiner Tochter Platz und versuchte ihr Mut zuzusprechen. „Ann, wir schaffen das schon! Lass den Kopf nicht hängen. Ich werde uns notfalls mit meinem Leben verteidigen.“
Ann sah ihren Vater an uns sprach resignierend: „Das ist ja genau das Problem! Ich möchte dich nicht verlieren, Vater. Doch genauso wenig möchte ich, dass dem Mann, den ich so liebe, etwas zustößt. Wie man es auch drehen und wenden mag, es wird gewiss kein gutes Ende nehmen.“
Anns Verzweiflung war zu verstehen. Welche Hoffnung gab es noch? Hoffnung auf einen schnellen Tod, Hoffnung auf das dem Tod folgende ewige Vergessen ...? Walter nahm seine Tochter in die Arme und tröstete sie. Das war alles, was er für sie zu diesem Zeitpunkt tun konnte.
Kurze Zeit später kehrte er nochmals in die Eingangshalle zurück. Es herrschte eine fast schon beängstigende Stille in dem jahrhundertealten Gebäude. Aus dem zweiten Stock war kein Laut zu hören. Vielleicht war es nur die Ruhe vor dem Sturm. Einem bösen und erbarmungslosen Sturm, der alles Leben auf seinem Weg wie ein gieriges Raubtier verzerrte.
Aus einem der beiden oberen Stockwerke ertönte das Geräusch einer schlagenden Tür. Kurz darauf vernahm der Mediziner Schritte, die darauf schließen ließen, dass jemand auf dem Weg in die Eingangshalle war. Cummings schlich vorsichtig zu der zum Ostflügel führenden Treppe und erblickte zu seiner Erleichterung die gute Martha, die ihre Unterkunft für die Zubereitung des Mittagessens verlassen hatte. Die Köchin schien überrascht, den Landarzt am Fuß der Treppe vorzufinden.
Frage ...
Aus welchem Holz bestehen die Zugangstüren zum Salon?
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