Max Beispiel
Meine Erlebnisse
Ich bin ein Platzhalter. Lücken zu füllen ist meine Aufgabe. Ich besitze keinen weiteren Sinn und sollte sobald mein Nachfolger zur Verfügung steht ersetzt werden. Scheuen Sie sich nicht davor mich auszutauschen. Ich bin ein Platzhalter. Lücken zu füllen ist meine Aufgabe. Ich besitze keinen weiteren Sinn und sollte sobald mein Nachfolger zur Verfügung steht ersetzt werden. Scheuen Sie sich nicht davor mich auszutauschen. Ich bin ein Platzhalter. Lücken zu füllen ist meine Aufgabe. Ich besitze keinen weiteren Sinn und sollte sobald mein Nachfolger zur Verfügung steht ersetzt werden. Scheuen Sie sich nicht davor mich auszutauschen. Ich bin ein Platzhalter. Lücken zu füllen ist meine Aufgabe. Ich besitze keinen weiteren Sinn und sollte sobald mein Nachfolger zur Verfügung steht ersetzt werden. Scheuen Sie sich nicht davor mich auszutauschen.
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ISBN 978-3-939061-XX-X
19,90 € (D)
524 Seiten
Taschenbuch
Rotblatt Verlag
Erscheinungstermin: Oktober 2008
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Leseprobe
Diese oft benutzte Redewendung „Wir gehen nach Klingenberg“ entstand durch das nahe liegende Großkraftwerk Klingenberg. Damit wollten wir sagen: „Wir gehen baden“. Das Freibad Klingenberg ist eigentlich das städtische Flussbad. Es befand sich an der Köpenicker Chaussee im Stadtbezirk Lichtenberg. Als ich etwas älter war, ich hatte das 10. Lebensjahr erreicht, fühlte ich mich schon als eine erwachsene Person. Ich gehörte nun zu den etwas Größeren. Ich könnte auch schon einiges alleine unternehmen. Nun war ich in der Lage, auch längere Entfernungen zurückzulegen.
In den Sommermonaten, wenn die Sonne strahlte und es sehr warm war, sind wir, mein jüngerer Bruder und ich, nach Klingenberg baden gegangen. Mit viel Mut und Optimismus haben wir uns beide auf den Weg gemacht. Die Strecke bis zum Flussbad haben wir barfuß, mit einer Turnhose bekleidet, zurückgelegt. Von der Graudenzer Straße sind wir durch die Litauer Straße, durch die Romintener Straße und dann durch die Grünberger Straße gegangen. Über den Wismarplatz gelangten wir in die Boxhagener Straße und erreichten die Marktstraße. Wir sind dann von der Hauptstraße in die Köpenicker Chaussee gekommen. Die Berliner Spree lag nebenan. Eine dreiviertel Stunde mussten wir laufen, um die Badeanstalt zur erreichen. Auf unserem Wanderweg zum Bad haben uns mehrere Straßenbahnen überholt. Das Geld für die Straßenbahnfahrt hatten wir nicht. Für uns war es ein sehr weiter, mühsamer, langer Weg. Wir waren froh, dass wir unser Ziel erreicht hatten. Nach dem wir das Eintrittsgeld, jeder einen Groschen, bezahlt hatten, betraten wir erschöpft die Badeanstalt. Sehr schnell suchten wir uns auf der großen Sandfläche einen guten Liegeplatz. Es waren drei Schwimmbecken vorhanden. Das Sportbecken mit 100 m länge hatte einen Sprungturm. Man konnte von 1 m, 3 m, 5 m oder von 10 m hinunter springen. Von der einen Seite wurde es von einem Schulbecken und von der anderen Seite von einem Warmwasserbecken begrenzt. Das erwärmte Wasser kam von den Anlagen des Großkraftwerkes Klingenberg und vom Kraftwerk Rummelsburg. Dieses warme Kühlwasser floss dann durch das sogenannte Warmwasserbecken in die Spree.
Unsere Mutter hat uns ein paar Stullen mitgegeben, sodass wir beide bis zum späten Nachmittag etwas zu Essen hatten. Mit den fünf Pfennig, die jeder noch hatte, kauften wir uns eine kleine Eiswaffel.
Damit waren unsere finanziellen Mittel erschöpft. Abends sind wir braun gebrannt den gleichen Weg zurückgelaufen. Es war ein anstrengender Fußweg, den wir beide an einem Tage gelaufen sind. Es ist schon komisch gewesen, dass wir beide den Rückweg für kürzer hielten als den Hinweg. Trotzdem freuten wir uns schon auf den nächsten Badetag, wenn es wieder hieß: „Wir gehen nach Klingenberg“.

