Iris Kater läßt der Phantasie freien Lauf
Mit einer Gute-Nacht-Geschichte für Sohn Maurice fing alles an. Die Viersenerin schreibt ihr viertes Kinderbuch und zeichnet Illustrationen.
Die Drachen haben es Iris Kater angetan. Auch in ihrem gerade erschienenen zweiten Kinderbuch spielten die kleinen grünen Geschöpfe die Hautrolle. „Es war einmal ein kleiner Drache“, mit diesen Worten fing sie an, die Geschichte vom Drachen „Cado“. Damit begann auch die Autorinnen-Laufbahn der in Viersen lebenden Iris Kater. Denn ihr damals dreijähriger Sohn Maurice wollte nur eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt bekommen. Aber keine aus den Märchenbüchern, sondern eine, die von einem kleinen Drachen handeln sollte, wünschte sich der Knirps. Und so wurde der kleine Drache geboren. Er hielt Abend für Abend im Kinderzimmer Einzug und halb Maurice beim Einschlafen. Iris Kater hatte kein Problem damit, den Drachen immer wieder neue Abenteuer erleben zu lassen, die ein glückliches Lächeln auf Maurice’s Gesicht zauberten. „Irgendwann wollte Maurice Drachen gezeichnet bekommen und er wünschte sich, dass ich die Geschichten aufschreibe“, erinnert sich Iris Kater mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Da sie schon in der Schulzeit gern und gut gezeichnet hatte, gab es bald eine bunte Reihe von Drachenbildern. Und so entstand langsam, aber sicher das erste Kinderbuch mit dem Titel „Maurice findet einen kleinen Freund“, dem jetzt Nummer zwei folgte.
Ganz druckfrisch liegt „Cado und die Farbdiebe“ vor. Helden sind, wie könnte es anderes sein, die Drachen. Ein kleiner Farbdrache bittet den Drachenkönig „Cado“ um Hilfe. Diebe haben die Farben der Menschen gestohlen. auf der Suche nach den Dieben beginnt für „Cado“ eine wundersame und abenteuerliche Reise durch das Weltall, auf der er nicht nur den Farbdrachen helfen kann. „Wichtig ist für mich, dass meine Bücher gewaltfrei sind“, betont Iris Kater. doch ihre Bücher sprechen Kinder noch auf eine andere Art und Weise an. Ob nun vorlesen oder schon selber lesen, alle Zeichnungen ind in schwarz/weiß gehalten und können von den Kindern ausgemalt werden. Und die Zeichnungen sind genau wie die Geschichten allerliebst. Ob „Cado“ an einem Vulkan, den Mann im Mond trifft oder in einer Windmühle durchs All düst, die Zeichnungen laden zum Malen ein. Während die Autorin für ihr erstes Buch mühselig einen Verlag suchen musste, war es beim zweiten Buch um einiges einfacher. Der Kinderklinik St. Nikolaus des Allgemeinen Krankenhauses am Hoserkirchweg gefiel das erste Buch so gut, dass sie Iris Kater unterstützte und das Buch sponserte. „Eigentlich wollte ich gar keine Kinderbuchautorin werden“, acht Iris Kater, während sie ihre beiden Katzen „Socke“ und „Schnuf“ streichelt, aber jetzt kann sie nicht mehr aufhören. In jeder freien Minute wird geschrieben und gezeichnet. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man selber Mutter ist, einen Halbtagsjob zu bewältigen hat, ein Haus um baut, einen großen Garten hat und gerne kocht. Und so schreibt Iris Kater abends, wenn ihr Mann Sascha fernsieht und Maurice vom kleinen süßen Drachen träumt. Buch Nummer drei ist bis auf den Titel bereits fertig, derzeit arbeitet die Viersenerin an ihrem vierten werk. Aber nicht nur schreiben ist angesagt. Für ein Caravan- und Motorcaravan-Unternehmen zeichnet Iris Kater Comic-Strips mit Texten. „Diese Arbeit macht fast so viel Spaß wie das Schreiben, weil ich auch hier meiner Phantasie freien Lauf lassen kann“, erhält sie begeistert. Ein Wort kennt Iris Kater allerdings nicht: Derzeit ist die Viersenerin auf der Suche nach einem Verlag oder einem weiteren Sponsor für das dritte Buch: „Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr erscheinen wird“ „Maurice findet einen kleinen Freund“ (16,80 DM) und „Cado und die Farbdiebe“ (12,70 DM) sind im Buchhandel erhältlich.


