Gast-Kolumne
Iris Kater: Autoren und Sponsoring
Sicherlich ist dies kein Patentrezept wie ein Autor Sponsoren für das eigene Buch findet - aber vielleicht helfen meine Erfahrungen bei der ersten Sponsorensuche ein wenig weiter. Zumindest möchte ich versuchen, Ihnen einigen Anregungen eine kleine Hilfestellung zu geben. Am Anfang steht immer die Idee und um diese umzusetzen muss man wissen worum es geht. Die Idee und auch das Ziel ist es wohl, einen Partner zu finden und diesen davon zu überzeugen, dass es sich auch für ihn lohnt zusammen mit Ihnen Ihr Neues Buch der Öffentlichkeit vorzustellen. Ein schönes Buch ist für die meisten Unternehmen nicht nur eine tolle Werbung, sondern auch ein positives Vorzeigeobjekt, mit dem sich das gute Image noch verfestigen lässt. Die Lösung des Problems der Sponsorensuche ist nicht ganz einfach, denn wir wissen alle, wie schwer es ist andere von den eigenen Ideen zu überzeugen. Zuerst sollte deshalb ein gutes Konzept erstellt werden. Neben dem Manuskript, das dazugehört (nicht in Ihrer eigenen Handschrift und am besten nicht gelocht, sondern je nach Größe mit Klemmschienen oder schon an den Seiten gebunden), sollten Daten über den Autor nicht fehlen. Welche Bücher sind bereits veröffentlicht worden? Ist die Presse bereits auf Ihre auf Ihre Geschichten aufmerksam geworden (bitte nicht alle Presseartikel versenden, sondern nur die wichtigsten - würden Sie sich durch einen riesigen Berg Presseberichte durcharbeiten wollen)? Auch müssen Sie den jeweiligen Firmen mitteilen, welche Vorteile diese davon haben werden. Wichtig: Eine Widmung für Geschäftsfreunde, Genesungswünsche für Patienten im Krankenhaus - und auf jeden Fall ein Logo ihres Partners auf der Rückseite des Buches. Wenn Sie Ihrem zukünftigen Partner bereits einen Verlag nennen können, der ihr Buch annehmen würde und dabei auch schon einen Kostenfaktor kennen, ist dies natürlich ein weiterer positiver Punkt. Die jeweilige Firma will sich ja nicht um die Verlagssuche oder die Werbung kümmern müssen, sondern Sie nur sponsern. Schicken Sie ihr Konzept auch nicht per E-Mail. Ein Stapel Papier wird immer noch lieber gesehen.
Je nachdem welche Art von Büchern Sie schreiben, sollten Sie auch sehr auf die Wahl der Firmen achten. Wenn die Firma sich mit dem Buch zumindest ein wenig identifizieren kann, ist sie viel eher gewillt, Ihnen zuzuhören. Auch gibt es einige Firmen, die für verschiedene Gebiete mehr als ungeeignet sind (zumindest wenn Sie Ihren guten Autorennamen behalten wollen). Bei Kinderbüchern ist es sicher nicht empfehlenswert Alkohol-, Waffen-, Zigaretten-, Pharma- und teilweise auch Süßigkeitenhersteller anzuschreiben. Wie wäre es aber mit Kinderkrankenhäusern, Kinderärzten, Schulen usw. ?
Sci-Fiction-Romane werden z. B. gerne gesehen bei allen Firmen, die sich mit der modernen Technik beschäftigen. Ober versuchen Sie es doch einfach einmal bei Fluggesellschaften, besonders interessant sind zum Beispiel Chartergesellschaften. Wenn Sie die Firmen angeschrieben haben, lassen Sie Ihnen auf jeden Fall ein wenig Zeit, denn meistens wird während firmeninternen Konferenzen über Sponsorengelder entschieden. Und falls Sie eine Absage bekommen, geben Sie nicht gleich auf. Behalten Sie immer die Hoffnung, und seien Sie selbstbewusst, denn dann können Sie auch andere von Ihrem Können überzeugen. Ich drücke Ihnen beide Daumen! Infos: Iris Kater, e-mail: tefnut@t-online.de


