Iris Kater Verlag & Medien GmbH

15.05.2004 - Tip-Top Miele

Fantasiewettbewerb aus TIP-TOP Miele Nr. 24

Wie Drachenkönig Cado Prinzessin Samira aus der Kugel befreit ...

Prinzessin Samira hatte sich versehentlich in eine kleine Kugel gezaubert. Eingeschlossen kullerte sie nun statt im Land der Phantasie auf dem Meeresboden des Drachenlandes herum. Zum Glück kam Drachenkönig Cado des Weges und half der unglücklichen Samira aus der Patsche. Aber wie?

In TIP-TOP Miele Nr. 24 hatten wir euch aufgerufen, die Geschichte zu Ende zu erzählen. Ihr habt viel Fantasie bewiesen. Klickt unter www.tip-top.de. Dort findet ihr den glücklichen Ausgang des Abenteuers – nach euren Ideen. Vielen Dank für all eure tollen Geschichten!


Übrigens:
Cado, den Drachenkönig, und Prinzessin Samira gibt es wirklich.

Zumindest als Figuren in einem Buch. Es heißt „Cado, der Drachenkönig. Abenteuer im Land der Phantasie", wurde geschrieben von Iris Kater und ist erschienen im Katercom Verlag.

Über dieses und andere Bücher von Iris Kater erfährst du mehr unter www.katercom.de

1. Die Rettung ...
... in der Zauberschule
Nach einer Idee von Florian aus Darmstadt.

2. Die Rettung ...
... mit dem Messer
Nach einer Idee von Steffen aus Hamm. (7 Jahre)

3. Die Rettung ...
... naht in Gestalt von Kraki Krake
Nach einer Idee von Leonie aus Hamm (10 Jahre)

4. Die Rettung ...
... aus dem Zauberformellexikon
Nach einer Idee von Alica aus Markgröningen (8 Jahre)

5. Die Rettung ...
... des mutigen ganz kleinen Drachens
Nach einer Idee von Johannes aus Leverkusen.

6. Die Rettung ...
... aus der Muschel Schelly
Nach einer Idee von Viktoria aus Neuenhaus (9 Jahre)

7. Die Rettung ...
... und die Erfüllung vieler Wünsche
Nach einer Idee von Lisa aus Dellbrück-Hagen

8. Die Rettung ...
... des Delfins
Nach einer Idee von Wilhelmine aus Zermützel

9. Die Rettung:
„Schlugel, Mugel, Tugel! Raus mit ihr aus der Kugel!“
Nach einer Idee von Luciana aus Vechta

10. Die Rettung ...
... durch das grüne Elixier
Ein Abenteuerroman von Ann-Kathrin aus Waldkirch (9 Jahre)


Die Rettung ...... in der Zauberschule

Nach einer Idee von Florian aus Darmstadt.

Drachenkönig Cado verzaubert die Prinzessin wieder in einen ganz normalen Menschen. Dann gehen sie zusammen ins Land der Phantasie. Dort führt Drachenkönig Cado die Prinzessin zu einer Zauberschule, damit sie dort den Rückzauberspruch lernen kann. Sie braucht mindestens zehn bis 15 Versuche bis es endlich klappt. Da laden Drachenkönig Cado und Prinzessin Samira mit einem Zauberspruch alle Leute aus dem Land der Phantasie zu einem Essen ein.
Die Prinzessin und der Drachenkönig werden sehr dicke Freunde. Cado bringt der Prinzessin noch mehr Zaubertricks bei. Zum Beispiel den Fluchtzauber. Er hilft, wenn man aus Versehen in ein Land gerät, das man gar nicht besuchen will und aus dem es keinen Rückweg gibt.
Samira und Cado haben sehr viel Spaß miteinander und viele Freunde gefunden. Zum Beispiel Freggi, den Zauberfrosch, oder Tanja, die Zauberfee.
Eines Tages wollen die Prinzessin Samira und der Drachenkönig Cado den Zauberberg besichtigen. Aber vor dem Berg liegen lauter Riesenwildschweine. Da ruft Drachenkönig Cado mit dem Ruf-in-Spruch die Zauberfee. Sie kommt und zaubert mit einem Klatschen die Riesenwildschweine weg. Und so können die Prinzessin und der Drachenköniog auf den Berg steigen, um das goldene Glücksschwert zu holen. Und plötzlich stehen sie wieder in ihrem Heimatland.


Die Rettung ...... mit dem Messer

Nach einer Idee von Steffen aus Hamm. (7 Jahre)

Eines Tages sagt der König: „Wer meine Prinzessin Samira rettet, soll die Prinzessin Samira und das halbe Königreich bekommen.“
Viele Leute versuchen es. Doch niemand schafft es. Als ein Mann in die Stadt kommt und davon erfährt, will er sein Wunder versuchen. Er reitet in die Drachenschlucht, zieht sich aus, springt ins Meer und taucht zum Piratenschiff. Dort findet er die Kugel in einer Schatztruhe. Er holt sein Messer, bricht sie auf und schwimmt mit der Prinzessin ans Ufer.


Die Rettung ...... naht in Gestalt von Kraki Krake

Nach einer Idee von Leonie aus Hamm (10 Jahre)

Cado zieht einen Taucheranzug an und taucht zu seiner Angebeteten ins versunkene Piratenschiff um sie zu retten.
Er versucht, die Kugel aufzureißen. Aber sie ist viel zu hart. Da sagt er: „Wenn du sterben musst, sterbe ich auch.“
Doch plötzlich geschieht ein Wunder. Die Kugel platzt auf und daraus kommt eine wunderschöne Prinzessin. Doch was ist das? Die Prinzessin fällt zu Boden. Der Prinz begreift sofort und versucht sie hoch zu tragen. Doch das ist gar nicht so einfach, weil die Prinzessin sich nicht hoch ziehen lässt, denn sie ist zu schwer. Da ruft der Prinz alle Fische zusammen. Doch die Fische haben ein Problem: Wo sollten sie die Prinzessin anfassen? Sie holen Kraki Krake mit den vielen Armen zur Hilfe. Und das ist höchste Zeit. Denn langsam geht dem Prinzen die Puste aus. Und so schwimmen Kraki Krake mit der Prinzessin und Cado schnell nach oben. Als sie wieder an Land sind, freuen sich die Menschen. Aber leider gibt es noch ein Problem: Wie können sie die Prinzessin wecken? Eine Nacht dauert es. Dann schlägt sie endlich die Augen auf.
Nach genau 20 Jahren, 125 Tagen, 7 Stunden, 14 Minuten, 33 Sekunden und 2 Minisekunden heiraten Prinzessin Samira und Drachenkönig Cado. Sie ziehen ins Drachenland, bekommen 14 Kinder und führen ein friedliches, nettes, gemütliches, schönes und erfolgreiches Leben.


Die Rettung ...... aus dem Zauberformellexikon

Nach einer Idee von Alica aus Markgröningen (8 Jahre)

Plötzlich sagt irgendjemand zu Cado: „Hallo, hallo!“
Cado blickt um sich herum. Aber er sieht niemanden. Es tönt noch einmal: „Hallo, hallo! Hier auf dem Boden.“
Cado blickt auf den Boden. Da sieht er eine Kugel. Er hebt sie auf den Tisch und denkt: „Das ist doch die Kugel, in der die Prinzessin Samira steckt. „Er schaut zum Fenster hinaus und überlegt, wie er Samira befreien könnte.
Samira erklärt: „Ich weiß den Zauberspruch nicht, der mich aus der Kugel heraus holt.“
Cado überlegt: „Ich weiß vielleicht, wie ich dir helfen kann. Ich habe einen Plan. Ich bringe dich in das Land der Phantasie. Vielleicht treffen wir dort eine Fee, die dich aus der Kugel zaubern kann.“
Das ist ein guter Plan. Es wird Abend. Cado legt sich in sein Bett und die Kugel neben sich. So schlafen sie, bis es Morgen wird. Dann fliegen sie los. Es dauert viele Stunden bis sie endlich das Tor zum Land der Phantasie erreichen. Cado hält an und klopft an das gläserne Tor. Eine kleine Fee öffnet ihnen. Cado fragt sie nach dem Weg zum Zauberformellexikon. Auf dem Weg dorthin sehen sie bunte Lichter, sprechende Bäume und viele Gestalten, die sehr merkwürdig aussehen, aber sehr freundlich sind.
Endlich gelangen sie zu einem großen Schloss. Dort soll das Lexikon der Zauberformeln zu finden sein. Die kleine Fee öffnet die Tür und Cado erzählt, was mit Samira geschehen ist. Die kleine Fee hilft ihnen bei der Suche nach der richtigen Zauberformel, denn das Lexikon ist sehr dick. Endlich findet die Fee die Formel und spricht: „Heu der Heu der flexbell flexbell.“
Die Kugel zerspringt und Samira ist frei.
Überglücklich dankt sie der guten Fee, küsst Cado und fliegt mit ihm nach Hause zurück. Dort werden sie bereits sehnsüchtig erwartet. Samiras Vater, König Neo, und ihre Mutter, Königin Rilana, schließen sie freudig in die Arme. Sie danken Drachenkönig Cado und sind von nun an Freunde fürs Leben.


Die Rettung ...... des mutigen ganz kleinen Drachens

Nach einer Idee von Johannes aus Leverkusen.

Drachenkönig Cado nimmt die Kugel in sein Maul und fliegt mit ihr zum Berg der Drachen. Dort warten mindestens 20 andere Drachen. Sie beriechen die Kugel. Einer fragt: „Ist das ein Ball oder eine Murmel?“
Aber darauf bekommt er keine Antwort. Dann fragt der Drachenkönig: „Welcher Drache vom Berg der Drachen traut sich, die Prinzessin Samira zum Palast des großen Zauberers und seinen 25 Lehrlingen (Krale, Hirch, Stestop, Walddur, Schnak, Hari, Wenner, Kaliral, Horst, Schurka, Lasil, Baldur, Bobonna, Schwarzbart, Lokil, Schorsch, Wikelan, Ditrich, Kallenaka, Bob, Odinus, Ochsenschwanz, Koleroneak, Krubelhal und Daduda) zu bringen?“
Ein ganz besonders kleiner Drache zischt: „Ich, Herr!“
Und so geschieht es. Er nimmt die Kugel in sein Maul und fliegt los.
Das Burgschloss des Zauberers steht auf einer Insel. Sie liegt mitten in einem Goldstrom in einem Tal. Als der kleine Drache das Ufer des Goldstroms erreicht, weiß er nicht, wie er hinüber gelangen soll.
„Drache, Burg, Zauberer, Wasser, Kugel – was wäre, wenn ich versuchte, die Kugel auf die Insel zu werfen?“, murmelt der kleine Drache vor sich hin.
Doch was ist das? Plötzlich teilt sich der Goldstrom. Der Drache ist nicht dumm. Er zögert loszugehen und überlegt, ob das Goldwasser nicht über ihm zusammenfallen kann.
Doch dann wagt er den Gang über den Meeresboden. Und alles geht gut. Unversehrt erreichen sie die Insel und die Prinzessin kann entzaubert werden. Da freut sie sich und schenkt dem Drachen ein Kästchen aus Gold.


Die Rettung ...... aus der Muschel Schelly

Nach einer Idee von Viktoria aus Neuenhaus (9 Jahre)

„Wer bist du denn?“ fragt Drachenkönig Cado.
„Ich bin Prinzessin Samira. Kannst du mir helfen, die Zauberformel zu finden, damit ich aus dieser Kugel wieder heraus komme?“
„Es ist mir ein großes Vergnügen, Ihnen zu helfen“, antwortet König Cado. Vorsichtig nimmt er die Kugel mit Samira in seine Hand und geht an Deck. Dort öffnet er eine Schatztruhe und greift nach einer Flöte.
„Sie ist ein Geschenk der großen Zauberin von der Insel Korun“, sagt Cado mit viel Stolz. Er bläst kräftig hinein. Doch leider kann er ihr keinen Ton entlocken. Bei näherem Betrachten der Flöte entdeckt er die kleine Muschel Schelly, die sich ängstlich in der Flöte versteckt hält.
Cado schmunzelt: „Da bist du ja. Dich habe ich gesucht.“
Die Muschel ist erleichtert, den Drachenkönig zu sehen.
„Ich glaubte schon, Piraten wären an Bord gekommen“, erklärt sie. „Warum hast du mich denn gesucht, mein Freund?“
Cado erklärt ihr worum es geht. Schelly öffnet sich und aus ihrem Innern blitzt eine Zauberperle hervor.
„Nimm diese Perle, Cado, und sprich die Worte: Kugelum, Kugelum, belum pa.“
Kaum hat Cado diese Zauberformel ausgesprochen, verwandelt sich Samiras Kugel in tausend kleine Fische, die lustig umher schwimmen.
„Danke, Cado, du hast mich gerettet!“, ruft Samira glücklich.


Die Rettung ...... und die Erfüllung vieler Wünsche

Nach einer Idee von Lisa aus Dellbrück-Hagen

Cado ist jedoch nicht nur ein Drachenkönig, sondern auch ein Zauberer. Und weil die Kugel so schön ist, sieht er sie sich genauer an. Als er darin die Prinzessin Samira entdeckt, denkt er sofort: „Diese Kugel ist bestimmt verzaubert!“
Schnell sagt der den Zauberspruch: „Ene mene malt, zeige deine richtige Gestalt. Hex, hex!“
Sofort kommt die Prinzessin aus der Kugel und ist noch viel schöner als vorher. Sie hat langes blondes Haar und trägt ein pinkfarbenes Kleid mit einer roten Rose darauf. Ihre Haare hängen bis zu ihren Händen mit den rot lackierten Fingernägeln hinab. Sie sieht einfach bezaubernd aus. Sie hat auch noch eine Krone auf dem Kopf und goldene Schuhe an den Füßen.
Als sie den Drachen bemerkt, fragt sie: „Wer bist du?“
Cado antwortet: „Ich bin Cado der Drache und ich bin ein Zauberer.“
Da fragt Samira: „Darf ich mir noch etwas von dir wünschen?“
„Ja, natürlich“, ruft der Drache laut.
„Dann wünsche ich mir ein Haus mit einer Blumenwiese, fünf Kühe, einen Hund, einen Papagei, zwei Katzen, ein Pferd und einen richtigen großen Bauernhof. Und meine Familie soll auch dorthin kommen Außerdem wünsche ich mir noch ein Bauernkleid.“
„So soll es geschehen“, sagt der Drache. Und schon gehen alle Wünsche in Erfüllung. So lebt Prinzessin Samira lange, lange Zeit mit ihren Tieren, ihrer Familie und mit dem Drachenkönig Cado auf dem Bauernhof.


Die Rettung ...... des Delfins

Nach einer Idee von Wilhelmine aus Zermützel

Drachenkönig Cado hat einen Freund und der ist ein Delfin. Cado bittet ihn: „Kannst du Prinzessin Samira an Land bringen?“
„Na klar“, sagt der Delfin.
Und so wird alles gut.


Die Rettung:„Schlugel, Mugel, Tugel! Raus mit ihr aus der Kugel!“

Nach einer Idee von Luciana aus Vechta

Hallo, ich heiße Samira und bin eine Prinzessin. Ich muss euch mal etwas ganz Aufregendes erzählen: Also, einmal da habe ich mich aus Versehen in eine kleine Kugel gezaubert und ich kullerte statt im Land der Phantasie in einem alten Piratenschiff im Drachenland herum. Ich kullerte hin und her, aber ich fand nicht mehr aus der Kugel heraus. Ich war schon völlig verzweifelt, als plötzlich ein riesiger grüner Drache vor mir stand. Er sah ziemlich böse aus und brummte: “Hallo, wer bist denn du?“
„Ich bin Prinzessin Samira und ich habe mich verlaufen.“
„Aha. Soll ich dir helfen? Du kannst mit mir kommen. Ich bringe dich zurück,“ erklärte er. Da ich nicht wusste, was ich sonst tun oder sagen sollte, ging ich mit. So nahm er mich samt Kugel, in der ich ja immer noch steckte, auf den Arm und schwamm los.
Es war wunderschön. Wir sahen bunte Korallenriffe, verschiedenste Pflanzen und überall schwammen blaue, grüne, gefleckte, gepunktete, lange und kurze Fische herum. Nie hätte ich gedacht, dass es so im Drachenland aussehen würde. Doch als wir an Land kamen, kam ich aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Dort wuchsen Bäume mit Schokopudding und Lutschern dran. Fast wie bei uns im Land der Fantasie. Endlich erreichten wir das Schloss. Es war ein riesiges Schloss aus Wolken. Cado brachte mich in einen großen Raum mit einem Tisch.
„Wie heißt du eigentlich“, fragte ich ihn.
„Ich bin Cado, König der Drachen“, antwortete er.
„Er ist ein König ...“, dachte ich.
Da rief Cado plötzlich: „Diener, holt Malon den Magier. Schnell!“
Sie liefen so schnell sie konnten und kurze Zeit später stand ein sehr alter Drache mit einem langen Bart vor uns. „Was möchten Sie, mein Herr?“, stotterte er.
Cado erklärte: „Dies ist Prinzessin Samira. Sie hat sich in die Kugel gezaubert und kommt nicht mehr heraus. Bitte befreit sie und wenn ihr schon beim Zaubern seid, dann bringt sie nach dem Essen zurück in das Land der Fantasie!“
Der alte Drache nahm seinen Zauberstab und murmelte: „Schlugel, Mugel, Tugel! Raus mit ihr aus der Kugel!“
Und schon war ich befreit. „Danke! Danke!“, rief ich glücklich.
„Ach, es ist schon gut“, murmelte der Drache.
„Danke Malon! So, jetzt wird aber erst einmal gegessen!“, befahl Cado.
Der Tisch war festlich gedeckt. Es gab Zitronenbrause, Smarties, Kuchen und noch sehr viel mehr. Ich aß so viel, dass ich fast geplatzt wäre. Es schmeckte einfach so gut. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorüber. Dann musste ich aufstehen und Malon begann wieder irgend etwas zu murmeln. Cado sagte noch: „Besuch mich bald wieder, Prinzessin Samira.“
„Gerne“, antwortete ich, „aber du kannst auch gerne einmal zu mir kommen. Mit all deinen Freunden.“
Was er noch sagte, verstand ich nicht mehr. Denn plötzlich stand ich wieder im Land der Fantasie. Schnell lief ich nach Hause und erzählte allen von meinem Abenteuer.


Die Rettung ...... durch das grüne Elixier

Ein Abenteuerroman von Ann-Kathrin aus Waldkirch (9 Jahre)

Es war einmal eine kleine Prinzessin. Im Dorf nannten alle sie nur „Die kleine Hexe“. Denn Samira, wie sie eigentlich hieß, wollte unbedingt eine Hexe wie in Märchenbüchern werden. Im Schloss ihres Vaters experimentierte sie fast den ganzen Tag. Ihre Mutter bekam sie deshalb nur beim Abendessen zu Gesicht. Doch ihr Vater sah sie immer, denn er brachte ihr die nötigen Materialien.

Das Missgeschick

Eines Tages stand Samira wieder in ihrem Labor und wollte sich eine kleine Glaskugel zaubern. Sie sprach: „Hui, Hu, Hussassa, Glasku ....“ Auf einmal erschrak sie sehr, denn etwas flog an ihr vorbei. Und so versprach sie sich bei dem Zauberspruch und sie selbst stand in der Glaskugel. Als Samira noch nicht in der Glaskugel gewesen war, hatte sie über einem kleinen Loch im Boden gestanden. Jetzt fiel die Glaskugel zusammen mit ihr da hinein. Irgendetwas folgte ihr. Die kleine Glaskugel rollte und rollte, bis sie aus dem Schloss heraus kullerte. An einem kleinen Stein bremste die Kugel endlich.

Die Elfe Leila

Erst jetzt merkte Samira, was da hinter ihr her geflogen war. Eine kleine Elfe. Die Elfe sah wunderschön aus. Sie hatte lange Locken und ein sehr schönes Kleid, das leider schon etwas zerrissen war. Die kleine Elfe hieß Leila. Sie sprach: „Hab keine Angst, kleine Prinzessin. Ich weiß, wer dir helfen kann.“
Samira fragte: „Wer kann mir denn helfen, und wie?“
Leila antwortete: „Der mächtige Drachenkönig Cado, der unter dem Wasserspiegel wohnt. Er kann dir helfen. Er kennt große Zauberkünstler und mächtige Hexen. Außerdem kennt er selbst viele Hexen- und Zaubersprüche.“
„Wie soll ich denn da hinunter ins Wasser kommen?“ piepste Samira aus der Kugel. Ohne ein Wort zu sagen schob Leila die Glaskugel mit all ihrer Kraft, die sie hatte, in den Schlosspark. Samira sprach mit Leila und fragte: „Kannst du denn unter Wasser atmen? Bei mir ist es kein Problem, ich bin in der Glaskugel, aber du?“
„Mach dir um mich keine Sorgen“, flüsterte die Elfe leise.
„Wieso sprichst du so leise?“ piepste Samira wieder aus der Kugel.
Sogleich flüsterte Leila: „Ich erkläre dir später, was los ist. Wenn wir in Sicherheit sind.“

Spionierende Raben

Also schob sie und schob bis Samira und Leila in Sicherheit waren. Dann sagte die Elfe: „Siehst du den großen Raben da oben? Das ist Rabilo, der schrecklichste Rabe, den ich je gesehen habe. Sei Jahren bekämpft er unser Elfenschloss.“
Samira fragte mit ihrer Piepsstimme: „Warum bekämpft er denn euer Schloss?“
Leila erklärte ihr: „Das ist doch klar. Die Elfenkönigin, die im Schloss regiert, hat ein Zepter. Das ist aus Elfenbein und hat eine goldene Kugel darauf. Rabilo versucht es mit allen Mitteln zu bekommen.“
Leila und Samira hatten nicht gemerkt, dass ein Spion von Rabilo die beiden belauscht hatte. Dieser flog jetzt zu seinem Chef und berichtete ihm, was er gehört hatte. Nun kamen zwei andere Raben angeflogen. Sie setzten sich auf einen Baum über Samira und Leila. Gerade wollten beide noch etwas besprechen, da kamen von oben die zwei Raben und schnappten sich Leila und Samira. Die kleine Elfe zappelte so wild herum, dass die Krallen des Raben ihr Kleid noch mehr zerfetzten.
Samira ging es schlecht. Sie konnte sich nicht wehren. Und das Schlimmste war, sie hatte Höhenangst.
Der Rabe, der Samira trug, war sehr ungeschickt. Zuerst flog er in die falsche Richtung. Dann hätte er Samira fast fallen gelassen.
Rabilo wartete mit seinen Leibwächtern an einem Felsvorsprung, bis die beiden Raben endlich mit ihrer Beute kamen. Rabilo sagte: „Gute Arbeit, ihr zwei“. Dann sperrte er Leila in einen kleinen uralten Vogelkäfig. Die Kugel, in der Samira war, ließ er ins Meer werfen.

Unter Haien

Voller Angst, Schrecken und Übelkeit lag Samira jetzt auf dem Boden der Glaskugel. Langsam sank sie auf den Meeresgrund. Ein Fisch schwamm an ihr vorbei. Doch plötzlich blieb er stehen und sagte: „Du bist aber ein komischer Fisch! Ich bin ein Tunfisch, und du?“
Empört über diese Frage piepste Samira: „Also wirklich, ich bin doch kein Fisch!! Ich bin eine Prinzessin.“
Der Fisch sagte langsam und ängstlich: „Wieso bist du denn so rund?“
„Ich bin nicht rund. Das ist die Glaskugel, in die ich mich aus Versehen gezaubert habe,“ sagte Samira noch empörter. Doch als der Fisch gerade wegschwimmen wollte fragte sie schnell noch: „Kannst du mir den Weg zu Drachenkönig Cado zeigen?“
„Ja natür...“
In diesem Augenblick kam ein riesiger Hai angeschwommen und der Fisch schwamm schnell davon.
Doch die Glaskugel lag noch immer an der selben Stelle. Samira musste an Leila denken. Ob sie immer noch gefangen war? Doch jetzt plagte sie ein neuer Gedanke: Würde der Hai ihre Kugel sehen oder nicht?
Der Hai sah die schimmernde Glaskugel natürlich. Er hob sie mit seinen Flossen hoch, bis sie genau vor seinem Gesicht war. Dann drehte er die Kugel und wendete sie so lange bis Samira schwindelig wurde. Da er nicht wusste, was er da gefangen hatte, nahm er die Kugel mit zu den anderen Haien.
Die Haie wohnten auf einem versunkenen Piratenschiff. Als der Hai dort ankam, sahen ihn alle erstaunt an. Denn jeder wollte natürlich wissen, was das runde Ding da war. Der Hai schwamm bis zum höchsten Teil des Schiffes, dem Ausguck. Dann sagte er mit ernster Miene: „Wir müssen dies hier zu Drachenkönig Cado bringen. Der weiß sicher, was das ist.“
Doch gleich darauf sagte ein anderer Hai: „Wenn dieses Dingsda wertvoll ist, was machen wir dann?“
Und schon rief ein anderer aus der Menge: „Wenn es wertvoll ist, dann wird Cado es uns wegnehmen. Ich schlage vor, dass wir erst einmal abwarten.“
Darauf einigten sie sich.
Samira musste immer noch an Leila denken. Was war wohl mit der kleinen Elfe geschehen? Doch bevor sie richtig nachdenken konnte, war sie eingeschlafen.

Auf der Flucht

Am nächsten Morgen wachte Samira von lautem Stimmengewirr auf. Da sah sie, dass sie die ganze Nacht von zehn Haifischen bewacht worden war. Weit weg glaubte sie ein leises Weinen zu hören. Dann kam das Weinen immer näher. Auf einmal sah sie Leila. Die Elfe wurde von zwei Haien bewacht und herbei gebracht. Samira war so glücklich, dass Leila da war, dass sie laut rief: „Leila! Ich bin hier!“
Leila drehte ihr verweintes Gesicht in die Richtung, aus der Samiras Stimme kam. Erst konnte sie nicht glauben, was sie sah. Doch dann war sie so glücklich wie Samira, riss sich einfach los und rannte zur Glaskugel. Die Haie waren so erstaunt, dass sie nicht hinter ihr her schwammen, um sie wieder einzufangen. Leila nahm die Kugel und flog mit ihr weit weg, in eine andere Seite des Meeres.
Samira fragte: „Wieso kannst du unter Wasser fliegen?“
Leila erklärte ihr: „Jede Elfe hat eine besondere Begabung.“
Samira sagte: „Ach so. Und du kannst eben unter Wasser fliegen.“
„Ja, genau,“ sagte Leila.
Die beiden hatten sich viel zu erzählen. Schließlich wollte Samira nur noch wissen, wie Leila den Raben entkommen konnte und warum sie gerade eben so geweint hatte.
Leila erzählte: „Die Raben wollten mich den Haien als Futter vorwerfen. Doch die Haie haben mich erst einmal mit zu ihrem Piratenschiff genommen. Als wir dort ankamen haben sie mir erzählt, dass sie dich gefunden und vernichtet hätten.“
Samira sagte verständnisvoll: „Und da musstest du natürlich weinen.“
Leila nickte bloß. Nun machten sich die beiden auf den Weg zu Drachenkönig Cado.

Das Schloss des Drachenkönigs

Die Elfe kannte sich im Meer sehr gut aus. Als sie eine weite Strecke zurück gelegt hatten, kamen sie endlich an. Beide sahen erstaunt hoch zu dem riesigen Palast. Davor standen zwei Seepferdchen und bewachten das Schloss. Doch Leila ging einfach hinein, ohne ein Wort zu sagen. Samira wollte wissen, warum die Seepferdchen sie einfach durchgelassen hatten. Doch die Elfe sagte nur: „Frag nicht immer so viel.“
Dann sahen sich die beiden in einem riesigen Tor um, das fast wie ein Haus ohne Einrichtung wirkte. Dann fielen ihre Blicke auf zwei große Drachen, die von der Decke auf sie hinunter blickten. Vor Schreck wären Samira und Leila fast umgefallen. Aber als sie sich die Drachen noch einmal genau ansahen, merkten sie, dass sie zwei uralte aus Stein gemeißelte Statuen waren. Beide atmeten erleichtert auf. Als sie aus dem Tor heraus kamen, standen sie im Schlosshof. Dort spielten kleine Fische mit Schwämmen, Seepferdchen trugen winzige Krabben auf ihrem Rücken, Meerjungfrauen flochten aus ihren langen Haaren Zöpfe und in einer Ecke spielten ein paar Elfen verstecken. Sie waren allerdings bedeutend kleiner als Leila.
Samira und Leila zwängten sich durch die Menge bis sie wieder an ein Tor kamen. Hier gab es allerdings keine Statuen und Wächter. Leila schob die Glaskugel durch einen langen Flur bis sie in einen riesigen Saal kamen. Die Wände waren mit großen und kleinen Gemälden und Schnitzkünsten verziert. Weiter hinten stand ein Thron. Und darauf erblickten Samira und Leila Cado, den mächtigen Drachenkönig!

Die Idee

Der Drache fragte mit tiefer Stimme: „Was wollt ihr?“
Und dann erzählte Leila ihm die ganze Geschichte. „... und jetzt sind wir hier“, endete sie und starrte den Boden an.
Cado sagte: „Ich habe eine sehr gute Idee. In meinem Drachenfeuer wird die Kugel schmelzen und ...“
Samira rief dazwischen: „Aber dann werde ich verbrennen!“
Das musste der Drache natürlich einsehen.
„Ich habe eine neue Idee“, sagte Cado. Meine Schwester ist eine Hexe. Sie wohnt auf einer Insel weit im Süden.
„Und wie sollen wir dorthin kommen?“ fragte Leila.
Der Drache antwortete: „Wozu kann ein Drache fliegen? In weniger als zwei Tagen kommen wir dort an. Ich werde mir einen Korb unter den Bauch binden. Da könnt ihr euch hinein setzen.“ Samira und Leila willigten sofort ein.

Die Hexe Lorenzia

Gesagt, getan. Schon am nächsten Morgen starteten die drei. Sie flogen übers Meer hinweg, über Berge und Täler, bis sie endlich auf die kleine, mit Kräutern überwachsene Insel kamen.
Cado zeigte ihnen den Weg zu einer alten Höhle im Fels.
„Hier wohnt meine Schwester“, erklärte der Drachenkönig.
Da kamen auch schon ein altes buckliges mit Warzen übersätes Weib und eine schwarze Katze aus der Höhle.
Die Hexe krächzte: „Hallo, mein lieber Bruder. Lass dich umarmen! Wir haben uns ja ewig nicht mehr gesehen.“
Drachenkönig Cado und seine Schwester, die Hexe, begrüßten sich. Dann stellte die Hexe sich vor: „Ich heiße Lorenzia. Und wie heißt ihr beiden?“
„Ich bin Samira und das ist Leila“, sagte die Prinzessin.
„Also, nun zeige ich euch mal die Höhle“, krächzte Lorenzia.
Sie führte alle durch einen langen breiten Gang bis sie in einen großen Raum kamen. „Dies ist die Küche und hier könnt ihr schlafen“, sagte die Hexe und deutete auf drei alte Betten, die aussahen, als würden sie jeden Moment in sich zusammen fallen. Es lagen sehr dreckige Decken darauf.
Lorenzia kochte eine komisch aussehende Brühe und fragte: „Warum seid ihr überhaupt gekommen?“
Und Leila musste noch einmal die ganze Geschichte erzählen.
Anschließend sah sich die Hexe Samira in ihrer Glaskugel an und murmelte etwas. Schließlich sagte sie: „Das wird sehr schwierig, dich zurück zu verwandeln.“
„Aber es muss doch eine Möglichkeit geben“, sagte Samira verzweifelt.
Während Lorenzia die Suppe umrührte, sprach sie: „Keine Angst. Es gibt eine Möglichkeit.“ Und dann erklärte sie Cado, Leila und Samira ihren Plan.

Der Plan

„Morgen ist Vollmond. Und im Wald ist eine kleine Lichtung. Dort wird sich genau um 24 Uhr ein Loch im Boden auftun. In diesem Loch glitzert es. Einer von uns muss die Glaskugel weit hinein schieben bis an einen goldenen Tisch. Dort steht ein kleines Fläschchen mit einem grünen Elixier darin. Das ist die Lösung unseres Problems.“
Als Lorenzia zu Ende erzählt hatte, musste sie feststellen, dass ihre Brühe angebrannt war. Da nahm sie einfach ein paar Kräuter und Beeren und mischte alles. Diese Mischung kippte sie in einen neuen Kessel mit warmem Wasser. Schon nach zwei Sekunden blubberte die neue Suppe. Als sie serviert war, aßen alle davon, auch wenn sie nicht besonders schmeckte.
Nach dem Essen legten sich alle ins Bett und schliefen sofort ein. Nur Samira lag in ihrer Glaskugel noch lange wach. Doch irgendwann schlief auch sie ein.

Harter Proviant

Am nächsten Morgen wachten alle früh auf. „Ich habe vergessen, euch noch etwas Wichtiges zu sagen“, rief Lorenzia und fing wieder an zu erzählen: „Bis zum Wald sind es ein paar hundert Kilometer. Wir müssen also sofort abreisen.“ Sie gab jedem einen Rucksack und packte uraltes, steinhartes Brot hinein. Dann zauberte die Hexe vier blaurote Thermosflaschen herbei und goss Wasser hinein. Auch diese tat sie in die Rucksäcke. Für Samira zauberte sie einen kleinen hölzernen Wagen, auf den sie die Glaskugel und ihren Rucksack legte. Und los gings.
Die Hexe schob den Wagen und ging voraus, Cado und Leila folgten ihr. Sie wanderten und wanderten...
... bis sie im Schatten zweier Bäume halt machten. Lorenzia erklärte: „Hier machen wir eine kurze Pause und essen zu Mittag.“ Das fanden alle gut. Nur Samira nicht. Denn sie konnte ja nicht essen. Während sich die anderen die Zähne ausbissen an ihrem harten Brot, sah Samira sich um. Ihr war heiß und außerdem hatte sie keine große Hoffnung, jemals wieder aus der Glaskugel heraus zu kommen. Doch sie hatte sich vorgenommen, erst einmal abzuwarten.

Das Loch

Der Drachenkönig und Leila wollten in den Wald gehen. Sie sagten fast gleichzeitig: „Wir gehen Beeren sammeln und essen unser Brot auf.“
Die Hexe glaubte ihnen, aber Samira wusste, dass die beiden nur gingen, um ihr Brot wegzuwerfen. Samira wäre froh gewesen, wenn sie ein Stückchen Brot hätte essen können. Jetzt musste sie zum ersten Mal an ihre Eltern denken. Ob sie sich wohl Sorgen machten? Diese Frage beantwortete sie sich mit „Ja“ – und fing an zu weinen. Lorenzia bemerkte das und wollte sie trösten.
Nach ein paar Minuten kamen Leila und Cado zurück. Lorenzia wunderte sich nicht, dass sie so schnell zurück waren. Sie sagte nur: „Lasst uns weiter gehen. Wir müssen rechtzeitig an der kleinen Lichtung ankommen.“
Niemand sagte dazu ein Wort. Samira lag immer noch auf dem Holzwagen. Die Hexe schob sie. Langsam wurde es dunkel. Ein Käutzchen rief. Im Gebüsch raschelte es. Leila erschrak und fragte mit zitteriger Stimme: „Was war das?“
Lorenzia antwortete gelassen: „Das war doch nur eine kleine Maus.“
Alle rückten eng aneinander. Sie wussten nicht so genau, ob sie vor Kälte oder vor Angst zitterten.
Dann lief es ihnen eiskalt den Rücken hinunter. Vor ihnen lag die Lichtung. Der Mond kam hervor und warf sein Licht genau auf ein tiefes Loch im Boden. Aus dem Loch funkelte es. Die Hexe sagte ernst: „Einer von uns muss mit Samira in das Loch gehen.“
Natürlich meldete sich niemand freiwillig.
„Na gut“, sagte Lorenzia. Dann schob sie den Holzwagen mit der Glaskugel auf das tiefe Loch zu. Man merkte, dass jetzt selbst die Hexe Angst hatte. Sie und Samira winkten den anderen beiden noch einmal zu. Dann sahen Leila und Cado den letzten Zipfel von Lorenzias Kleid im Loch verschwinden.
Die beiden sahen ihnen besorgt nach.

Das grüne Elixier

So besorgt wie die Fee und der Drache waren, so besorgt waren auf die Hexe und die Prinzessin. Beide wussten nicht, was sie im Loch erwartete. Je tiefer sie kamen, desto heller wurde es. An den Wänden glitzerte und funkelte es. Es sah wunderschön aus. Doch Samira und Lorenzia sahen die Schönheit, die sie umgab, nicht. Sie wollten nur wissen, wann sie endlich ihr Ziel erreichten.
Plötzlich blieb Lorenzia stehen. Samira fragte ängstlich: „Warum bleibst du stehen?“
Die Hexe antwortete: „Irgend etwas stimmt hier nicht.“
Und dann wurde es unheimlich. Ein zähnefletschender Hund mit glühenden Augen und einem Halsband mit Dornen kam direkt auf sie zu.
Samira schrie laut: „Lorenzia, tu doch etwas, bevor dieses Sabbermaul uns zum Abendessen verspeist!“
Die Hexe überlegte krampfhaft. Schließlich sagte sie: : „Hui, Hu, Hussassa, Glasku ....“ Und gerade als der Hund zum Angriff starten wollte, hatte ihn Lorenzia wie Samira in eine Glaskugel gezaubert.
Die Hexe legte die Kugel ebenfalls auf den Wagen, neben Samira. Der furchterregende, zähnefletschende Hund, der eben noch so groß war, schien jetzt klein wie ein Spielzeugsoldat.
Als sie wieder eine Weile gelaufen waren, kamen sie endlich an den Tisch mit dem grünen Elixier. Vorsichtig nahm Lorenzia das Fläschchen und besprenkelte mit dem Elixier Samiras Kugel. Diese zersprang sofort in hundert kleine Teile und Samira war endlich befreit.
Samira fiel der Hexe um den Hals. Dabei verschüttete sie etwas von dem grünen Elixier. Der Saft fiel auf die andere Glaskugel und auch diese zersprang in hundert winzige Teilchen. Somit war auch der Hund wieder frei. Doch er gab keinen Ton der Dankbarkeit von sich, sondern jagte Samira und Lorenzia nur böse knurrend aus dem funkelnden Loch.

Gerettet
Draußen fiel Samira auch dem Drachen um den Hals. Leila sagte: „Es ist fast ein bisschen schade, dass du wieder groß bist.“
„Warum denn?“ fragte Samira.
Die Fee antwortete: „Na ja, jetzt bin ich wieder die Kleinste.“
Und alle lachten glücklich, bis sie endlich wieder an Lorenzias Höhle ankamen. Cado, Samira und Leila verabschiedeten sich von der Hexe und der Drache brachte Samira und Leila nach Hause. Als sie im Schloss von Samiras Eltern angekommen waren, fragten die Mutter und der Vater: „Wo warst du nur so lange?“
Die Prinzessin antwortete: „Das ist eine lange Geschichte. Die erzähle ich euch ein anderes Mal.“