Sandra Brambrink
Sasu und Sasi
Der Ausflug zur Erde
Sasu und Sasi leben auf dem Stern der Träume. Auf Sairulanda ist vieles anders als auf der Erde. Dort wird es nie richtig dunkel und auch die Wesen – die SAIRULANDIS – sind zwar ein bisschen seltsame, aber sehr liebenswerte Wesen. Der Älteste und Weiseste von ihnen ist Sairula. Er weiß immer was zu tun ist und sorgt mit seinen bunten Traumblasen für Freude und Kraft bei den Lebewesen von Sairulanda, für die träumen ganz wichtig ist. Als Sasu und Sasi sich auf eine abenteuerliche Reise auf die Erde begeben, ist Sairulas Hilfe gefragt, denn wer weiß schon welche Gefahren dort lauern? Werden Sasu und Sasi finden wonach sie suchen und kann Sairula sie zu einer Heimkehr bewegen?
ISBN 978-3-940063-22-9
90 Seiten
13,50 € (D)
Taschenbuch mit farbigen Zeichnungen
ab 9 Jahre
Katercom
Erscheinungstermin: Mai 2010
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Leseprobe
Für den nächsten Tag ist unter strengster Geheimhaltung ein großes Froschtreffen angesetzt. Schließlich dauert es nicht mehr lange bis wieder alles summt und brummt und die nächsten Träume von der Erde zurück zum Stern der Träume kommen. Da bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit zur Vorbereitung. Auch Sairula ist schon eifrig bei der Arbeit.
Schon früh am nächsten Morgen treffen sich Sasu, Sasi und die Frösche, um die Einzelheiten des Plans zu besprechen. Bisher ist klar, dass Sasu und Sasi eine Traumblase besteigen, während Sairula von den Fröschen abgelenkt wird. Daher üben zunächst die Frösche. Es sind ungefähr fünfundzwanzig an der Zahl. Wie viel Wind die machen können! Sie setzen sich auf die Seerosenblätter des Teiches und pusten los. Es hört sich fast wie ein Sturm bei uns auf der Erde an. Alle sind sich einig, dass ein solch starker Wind ausreicht, um die Traumblasen durcheinander zu wirbeln und fort zu blasen.
Damit Sairula nach draußen geht, um nachzusehen, woher der plötzliche Wirbelwind kommt, wird die Hälfte der Frösche vor dem Haus pusten, pusten, pusten. Die andere Hälfte bläst drinnen. Diese Zeit müssen Sasu und Sasi nutzen, um in die rosarote Traumblase zu klettern. Zwei Frösche helfen dann, die Schnur anzubinden und die Blase schnell wegzupusten, bevor Sairula etwas merkt.
Es bekümmert Sasu und Sasi, dass sie solche Heimlichkeiten vor Sairula haben. Denn sie haben ihn sehr gerne und hoffen insgeheim, dass er sie verstehen kann. Nun aber sind die Pläne fertig. Sie werden sich nur noch einmal treffen, um eine weitere Probe abzuhalten. Sasu und Sasi sind inzwischen so aufgeregt, dass sie kaum noch schlafen können.
Sie liegen in ihrem Bett und denken an Sairula, der sich wundert, dass die beiden ihn gar nicht mehr besuchen kommen. Doch ein Besuch, nein, das kommt überhaupt nicht in Frage, dafür haben sie ein zu schlechtes Gewissen. Sie könnten ihn niemals anlügen. Da ist schon besser, ihn gar nicht zu sehen. Auch wenn es ihnen schwer fällt.
Dafür ist zwischen den Sairulandafröschen und Sasu und Sasi eine richtige Freundschaft entstanden. Obwohl auch die Frösche manchmal darüber nachdenken, ob es gut ist, was sie tun. Schließlich mögen sie Sairula auch. Andererseits können sie nur zu gut verstehen, dass Sasu und Sasi zur Erde reisen möchten. Außerdem war Sairula schon einmal auf der Erde. So gesehen, kann es nicht allzu verkehrt sein, wenn sie Sasu und Sasi helfen. Dann wieder machen sie sich Sorgen, ob alles gut gehen wird. Ist es nicht doch zu gefährlich?
Schnell schieben sie diese Gedanken wieder weg. Sairula ist ja auch wieder zurückgekommen. Es wird schon alles gut gehen.
Bereits hat ein leichtes Summen und Vibrieren auf Sairulanda eingesetzt. Der Tag des Abenteuers und der Reise zur Erde rückt näher und näher. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Sasu und Sasi warten darauf, dass Sairula sie ruft. Das kann nun jederzeit geschehen. Dann werden sie am See vorbeieilen und den Fröschen ein Signal geben, damit sie sich zum Haus von Sairula begeben. Sobald die Träume dann wach werden, kann das Spektakel losgehen.
Das Summen und Vibrieren ist nun schon heftig zu spüren. Und da kommt auch bereits die Nachricht von Sairula, dass Sasu und Sasi bitte zu ihm kommen mögen. Sasu und Sasi schauen sich fragend in die Augen: „Ist es richtig was wir tun? Wollen wir wirklich?“ Ein Augenzwinkern, ein Funkenversprühen und die Antwort ist klar. Natürlich reisen sie zur Erde. Schnell noch am See vorbei und die Frösche informiert, dann weiter zu Sairula, damit der ja nichts bemerkt.
Wie freut sich Sairula, seine beiden LieblingsSairulandis wieder zu sehen. Herzlich nimmt er sie in die Arme. „Irgendwas ist etwas seltsam!“- denkt er, aber er schiebt den Gedanken schnell zur Seite. Ist wohl nur Einbildung. Zu den Sairulandis sagt er: „Na ihr zwei, dann mal an die Arbeit. Die Menschen auf der Erde brauchen ihre Träume.“
Das ist das Stichwort für Sasu und Sasi. Nun gibt es für sie kein Halten mehr. Und ihre Aufregung scheint abzufärben. Ein Theater ist das heute in dem Topf mit den Traumblasen. Doch schau, ganz oben liegt schon eine besonders schöne und große, rosafarbene Traumblase. Die ist ideal für das Vorhaben von Sasu und Sasi. Sairula deckt den Topf mit dem Deckel zu und legt darauf wie gewöhnlich die Zauberkristallkugel.
Goldenes Licht erfüllt den Raum. Die Kugel leuchtet dieses Mal besonders stark, als ob auch sie spürt, dass heute Abend etwas Außergewöhnliches passieren wird. Sairula lächelt zufrieden und spricht seinen Zauberspruch. Still und ganz friedlich liegen die Träume in dem großen Topf. Sasu hat beim Rühren aufgepasst, dass die schöne, große, rosafarbene Blase oben liegt. So können sie schnell hineinklettern, wenn sie wach wird.
Sasu und Sasi halten die Spannung der letzten Minuten kaum noch aus. Die Frösche sind auch schon alle da und halten sich gut versteckt, bis sie gebraucht werden. Sie sind ein wenig aus der Puste. Der Weg vom See bis zu Sairulas Haus war für sie sehr anstrengend gewesen, da sie sonst nie soviel laufen.




