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Manfred Aktun | Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten  

Achim Bardohl

Einmal zum Mond und zurück ...
Swing, Jazz, Frank Sinatra ... Achim Bardohl, ein Sänger mit einem besonderen Geschmack

VI: Herr Bardohl, wir wissen, dass Sie ein ganz besonderes Verhältnis zu Swing, Jazz, Frank Sinatra und dem so genannten „Rat Pack“ haben. Woher?

AB: Meine erste Begegnung mit dieser wunderbaren Musik war ein Sinatra-Album aus den 60ern, welches ich bei meinem Vater im Plattenschrank fand. Ich war sofort fasziniert von dem Sound und habe die Platte rauf und runter gehört.

VI: Heißt das etwa, die Musik der 80er hat Sie nicht mitgerissen? Sie sind Jahrgang 1971 und diese Klänge müssten Sie doch eigentlich auch geprägt haben.

AB: Die angesagte Musik meiner Jugendzeit hat mich um ehrlich zu sein, nicht besonders interessiert. Mein Geschmack war auch damals schon ganz speziell. Die Wegbereiter des Rock’n’Roll, also ein Elvis, Bill Haley ect. und die Rockabilly – Musik aus den 8o’ern, hier natürlich Stray Cats, wurden zu meinen Favoriten. Aber auch das musikalische Interesse an der Big-Band Ära war bereits vorhanden. Als ich aber diese Sinatra-Platte im Alter von ungefähr 20 Jahren hörte, habe ich mich sofort in den Swing verliebt und bin ihm bis heute mit Haut und Haaren verfallen.

VI: Inwiefern verfallen?

AB: Ich habe immer schon gerne gesungen. Als ich dann ab und zu für meine Freunde in unserer Stammkneipe aus Jux gesungen habe, wenn Swing und Jazz gespielt wurde, waren immer alle total begeistert und animierten mich, weiter zu singen. Irgendwann habe ich dann Gesangsunterricht genommen, um meine Lieblingsmusik auch richtig wiedergeben zu können. Zumal ich es immer schon bedauert habe, mein Talent und meine Leidenschaft für das Singen während meiner Jugendzeit nie gefördert zu haben. Allein meine Frau hat meine Leidenschaft zu dieser Musik früh erkannt und mich sehr darin bestärkt, hieraus mehr zu machen. Auch beruflich habe ich mich durch die Musik völlig verändert. Als ich irgendwann morgens beim Aufstehen bemerkte, dass ich mit Bauchschmerzen zur Arbeit ging und für mich und meine Hobbys keine Zeit mehr hatte wusste ich, dass ich etwas verändern muss. Meine Arbeit macht mir nun Spaß und es bleibt mir auch genügend Zeit für meine Familie, meine Hobbys und für mich. Mittlerweile hat sich meine Leidenschaft für das Singen zu einer ernsthaften Nebentätigkeit ausgeweitet und ich kann bereits auf eine Reihe von Auftritten zurückblicken, wozu auch der Raum Düsseldorf zählt.

VI: Sind Sie bei Ihren Auftritten denn immer als Solokünstler unterwegs?

AB: Meine Soloauftritte, die sich vorwiegend im Gastronomie-Gewerbe, aber auch im Hotel-Bereich bewegen, übe ich in Verbindung mit entsprechenden Halbplaybacks nebst Anlage aus. Daneben bin ich seit gut drei Jahren Leadsänger der Big Band, Kreismusikschule Viersen. Es macht natürlich sehr großen Spaß mit „Live-Musikern“ zusammen zu arbeiten. Wir verfügen über eine sehr harmonische Truppe, die sich jeden Dienstag zu Proben in der Kreismusikschule trifft und der musikalischen Leitung Herrn G. van der Hardt untersteht. Das jüngste Projekt ist die Gründung einer Combo, die aus einzelnen Mitgliedern der Big-Band besteht.

VI: Welche Stücke haben Sie denn so in Ihrem Repertoire, bzw. was sind Ihre persönlichen Favoriten?

AB: Ich liebe und singe alle Songs des legendären „Rat Packs“ und mit der Big Band gebe ich am liebsten „Mack The Knife“ oder „Fly Me To The Moon“ zum Besten. Das Repertoire besteht aus Liedern, welche zu absoluten Klassikern geworden sind. Vor allem nehme ich mir die Performance von Frank Sinatra zum Vorbild, den ich sehr verehre. Ein großartiger Künstler, der Millionen Menschen auf der ganzen Welt, auch nach seinem Tod, Freude bereitet. Musik ist eben unvergänglich und verbindet Welten. Ich lebe diese Musik. Es ist mehr als nur Singen.

Achim Bardohl
Mobil: 0178/5185804
achim.bardohl@web.de





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